Stadt Gevelsberg soll sich von TNT trennen

Arbeit und Wirtschaft

Die Gevelsberger SPD hat Bürgermeister Claus Jacobi dringend gebeten, die seit Anfang Dezember bestehende, probeweise Zusammenarbeit mit dem privaten Briefdienstleister TNT so schnell wie möglich zu beenden.

Die Stadt will in einer dreimonatigen Probezeit klären, ob die Zusammenarbeit mit TNT gegenüber der bisherigen Kooperation mit der Deutschen Post zu Kosteneinsparungen bei der Stadt führt. Diese Probephase war bereits vor längerer Zeit zwischen Stadt und TNT vereinbart worden.
Der SPD-Stadtverbandsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Hu-bertus Kramer erklärte, die Stadt solle deutlichen Abstand zu Unternehmen halten, die mit angekündigten Massenentlassungen und Investitionsstopp auf den zwischen CDU/CSU und SPD gefundenen Kompromiss zum Mindestlohn bei den Briefdienstleistungen reagiere.
Immer mehr Menschen, so Kramer, seien auf öffentliche Transferleistungen angewiesen, obwohl sie einer Vollzeitbeschäftigung nachgingen. Mindestlöhne seien ein richtiges Instrument, dieser Entwicklung entgegenzutreten. Die von TNT angekündigten Schritte seien als Versuch der Erpressung der Bundespolitik zu sehen. Kramer: „Auf die Zusammenarbeit mit einem solchen Unternehmen sollten wir in Gevelsberg auf Dauer verzichten."

 
 

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