Demografie

„Hier kann man (mensch) leben!"


Stadtwappen Breckerfeld

Breckerfeld im demografischen Wandel

"Die Tatsache, dass Menschen älter werden, ist ein erfreulicher Prozess für den Einzelnen und spiegelt die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen insgesamt wider. Dieser Prozess ist schon deshalb nicht vorrangig als problembehaftet anzusehen, weil die Menschen in der Mehrzahl gesünder altern, sich leistungsfähiger fühlen als frühere Generationen und ihre Kompetenzen in die Gesellschaft auch im Alter einbringen wollen. …
Auch das hohe Alter ist keineswegs mit Krankheit oder Pflegebedarf gleichzusetzen. So versorgen sich ca. 70 % der über 85-Jährigen im Wesentlichen noch selbst. …
Im öffentlichen Diskurs muss deutlich werden, dass Alter keine Last, sondern ein Geschenk ist."
Quelle: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (2006)

Die Menschen in Deutschland werden weniger, älter und "bunter" (= unterschiedlicher). Von dieser Entwicklung ist selbstverständlich auch Breckerfeld betroffen. Es gilt, demografiebedingte Lasten zu mindern und Chancen zu nutzen. Breckerfeld als ländlich geprägte Gemeinde am Rande des städtischen Ballungszentrums Ruhrgebiet kann dadurch gewinnen.

Dafür muss sich unsere Stadt besonders profilieren:

1. Familienfreundlichkeit
... ist ein ganz besonders wichtiges Merkmal im verschärften Standortwettbewerb. Hauptgesichtspunkte sind ein gutes örtliches Schulangebot; Krippen- und Hortplätze für alle Kinder, hohe Ausbildungsplatzdichte, Pflegeeinrichtungen für Betagte usw. ... (s. PROGNOS-Familienatlas)
Auch wenn wir davon ausgehen, dass Breckerfeld alles in allem bereits familienfreundlich ist – wir können auch unter diesem Gesichtspunkt noch viel besser werden und das auch nach außen hin erkennbarer machen. Eine gründliche Bestandsaufnahme, Feststellen von Mängeln und Schwächen, konkrete Verbesserungsmöglichkeiten ermitteln und umsetzen, das ist eine Herausforderung für uns alle: Politik, Verwaltung und gesellschaftliche Gruppen.

2. Generationengerechtes Wohnen und Zusammenleben
Die Menschen in Breckerfeld wohnen zu fast 2/3 in 1- bis 2-Familienhäusern. Oftmals leben 3 Generationen in einem Haus. Die Wohnbedingungen für die Älteren bis zu den Hochbetagten können vielfach noch verbessert werden: „barrierefrei" ist nur ein Stichwort. Die veränderten Lebensverhältnisse, z. B. die Verbreitung von „Patchwork-Famlien", erfordern angepaßte Wohn- und Lebensräume. Ein generationengerechtes (Um-)Bauen im Bestand ermöglicht oft erst ein reibungsloses Zusammenleben der Generationen.
- Eigeninitiativen wie Senioren helfen Senioren, die es Menschen erleichtern, möglichst lange und würdevoll in ihren eigenen 4 Wänden zu leben, verdienen jede Unterstützung.
- Wir setzen uns weiter ein für mehr wohnungsnahe Versorgungsmöglichkeiten, haushaltsnahe Dienstleistungen und günstige Nahverkehrsanbindungen.
- Wir wollen mehr Beratungs- und Fördermöglichkeiten für familien- und
generationenbezogene Umbauvorhaben möglich machen - für Hausbesitzer und für örtliche Handwerksbetriebe.

3. Lebendige Dialogkultur Alt und Jung
Über das hinaus, was im Alltag ohnehin selbstverständlich ist - wir wollen vermehrt Anlässe und Gelegenheiten dafür schaffen, dass Menschen aller Generationen sich begegnen, austauschen und voneinander lernen. Eine lebendige Dialogkultur, Toleranz gegenüber den Anderen, noch mehr Offenheit und Zusammenhalt sollen unsere Gesellschaft prägen. „Hier kann man/mensch gut leben!" unter dieser Devise wollen wir den demografischen Wandel Breckerfelds angehen. Und als Wohn- und Lebensstandort für mehr Menschen noch attraktiver werden. Wir laden Sie herzlich dazu ein, dabei zu sein und mitzumachen.

HJW

 
 

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